Gesundheit

Unsere Füße-Unsere Basis

10. Juni 2019

Unsere Füße sind unsere Basis und tragen uns ein ganzes Leben lang von A nach B. Durch schlechtes Schuhwerk, Überbelastung oder fehlende Fußmuskulatur können Probleme entstehen, die dann häufig erst später im Knie, in der Hüfte oder in der Wirbelsäule sichtbar werden. Vorweg ist zu sagen, dass sich dieser Beitrag an Jene richtet die gerne mehr über ihren eigenen Körper erfahren wollen und präventiv an der Stabilität des Fußes arbeiten möchten. Sollten schon Schmerzen oder ernsthafte Probleme bestehen, empfehle ich auf jeden Fall einen Besuch bei einem guten Orthopäden bzw. eine Therapie bei einem/einer Physiotherapeuten/in. Im Zuge der Therapie wird ein individueller Befund erstellt, der das Problem genauer darstellt, sodass eine maßgeschneiderte Therapieplanung möglich ist.

Um den Fuß besser verstehen zu können, muss man sich zuerst einmal die Anatomie genauer ansehen. Unsere Füße sind eigentlich ziemlich faszinierende architektonische Bauwerke:

Die 26 kleineren und größeren Knochen sind perfekt angeordnet um für Stabilität zu sorgen. Gleichzeitig bieten sie aber auch genug Flexibilität um auf unterschiedliche Situationen reagieren zu können. Wie wir an einem Fußabdruck im Sand erkennen können, ist unser Fuß nicht platt sondern hat drei Hauptbelastungspunkte.

Beim Gehen belastet man natürlich nicht immer alle drei Punkte gleichzeitig sondern rollt von der Ferse über den Fußballen und schließlich über den Großzehen ab. Das individuelle „Abrollverhalten“ kann man sehr gut bei häufig getragenen Schuhen/Hausschuhen analysieren. Dort wo am meisten Abnutzung erkennbar ist, ist logischerweise am meisten Belastung. Der Fuß sollte weder zu sehr auf die Außenkante noch zu sehr auf die Innenkante kippen.

Aufschlussreich kann es auch seinen einen Fußabdruck selbst anzufertigen (zum Beispiel mit Wasserfarbe) und mit der unten stehenden Abbildung zu vergleichen.

Die drei Hauptbelastungspunkte bilden die Eckpfeiler des sogenannten Fußgewölbes. Dabei unterscheidet man zwischen Quergewölbe (Abbildung rechts) und Längsgewölbe (Abbildung links). Diese zwei Gewölbebögen sind notwendig für die Stoßdämpfung beim Gehen und die Flexibilität sich auf unterschiedliche Belastungen einstellen zu können. Die Muskeln sind dafür verantwortlich das Gewölbe zu stützen.

Vorbereitung für das Fußtraining

Als Vorbereitung für das Training ist es sinnvoll die Wahrnehmung zu aktivieren. Je besser ich den Fuß spüre, desto besser kann ich ihn auch steuern.

Eigenmassage mit einem Ball

Verwende einen Tennisball (oder einen anderen festen Ball) und rolle mit etwas Druck über die gesamte Fußsohle.

Sensibilitätstraining

Stimuliere den Fuß auf allen Ebenen. Verwende zum Beispiel eine Bürste, ein raues Handtuch oder einen Igelball. Spüle die Füße abwechselnd mit warmen und kaltem Wasser ab. In der warmen Jahreszeit ist auch das Barfußgehen auf verschiedenen Untergründen ein gutes Sensibilitätstraining.

Eigenmobilisation Quergewölbe

Umfasse den Fuß mit beiden Händen und stelle dir vor du brichst eine Semmel auseinander. Dehne dabei den Fußrücken. Achtung: Drücke dabei die Mittelfußknochen nicht zusammen sondern fächere sie auf.

Eigenmobilisation Längsgewölbe

Umfasse mit einer Hand die Ferse und mit der anderen Hand den Vorfuß. Die Fersenhand stabilisiert die Ferse, der Fuß ist dabei in einer 90° Stellung angewinkelt. Die Vorfußhand bewegt den Fuß nun spiralformig hin-und her.

Training der Fußmuskulatur

Raupe

Platzieren deinen Fuß auf dem Boden und bewege dich raupenartig nach vorne und wieder zurück. Wichtig ist, dass der Untergrund etwas rutschig ist und der Fuß nicht am Boden haftet.

Fußpendel

Klemme ein Seil unter deinen Großzehenballen und ziehe mit der Hand leicht daran, sodass das Seil gespannt ist. Bewege nun den Unterschenkel nach links und nach rechts und achte dabei darauf, dass dein Großzehenballen stabil auf dem Seil ruhen bleibt und das Seil dabei nicht herausrutscht.

Fußkrake

Lege einen halbrunden Gegenstand (zum Beispiel einen halben Tennisball oder Ähnliches) unter deinen Vorfuß. Stelle dir nun vor, dass sich der Vorfuß wie ein Saugnapf an dem Gegenstand festsaugt. Achte dabei darauf deine Zehen nicht einzukrallen.

Fußfrosch

Platziere deine Zehen auf einer kleinen Stufe. Bewege deinen Fußballen nun vom Boden weg indem du deinen Zehen anspannst.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Lg Susanne von Physionista-der Physio Blog für den Alltag!

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