Gesundheit

Büroarbeit – So bleibst du mobil

15. Dezember 2019

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit

mit Löffler

Wie ihr wisst, bin ich eine absolute Verfechterin des dynamischen Sitzens. Das richtige Sitzen, wie man es früher einmal gepredigt hat, ist überholt. Mein Beruf als Physiotherapeutin ist ja zum Glück geprägt von Bewegung, doch es gibt genauso Tage, an denen ich scheinbar an meinem Hocker festgeklebt bin. Durch die stetig wachsenden Anforderungen des Blogs  musste ich feststellen, dass ich doch einige Stunden am Tag mit Computerarbeit konfrontiert bin. Ich bin sozusagen ein Büroneuling und ertappe mich immer wieder dabei, wie ich völlig in die Arbeit versunken, wie ein kleiner Gremlin vor meinem Laptop sitze und mich stundenlang nicht wegbewege. Irgendwann ist mir klar geworden, dass ich mit diesen neuen Herausforderungen eine neue Strategie entwickeln muss, um meinen Rücken zu schützen.

Was passiert mit der Wirbelsäule beim längeren Sitzen?

Die Wirbelsäule ist als System zu betrachten, bestehend aus Wirbeln, Bändern, Rückenmark, Muskeln und den Bandscheiben. Die ersten Probleme zeigen sich oft in Form von verspannten Muskeln, doch in weiterer Folge leiden auch unsere Bandscheiben an der gleichbleibenden Belastung.

Aufbau der Bandscheibe

Die Bandscheibe besteht aus einem Gelkern, der zu 85% aus Wasser besteht. Geschützt wird dieser weiche Gelkern von einem Faserring, der einen hohen Anteil an straffen Bindegewebsfasern besitzt. Diese beiden Komponenten bilden die Bandscheibe, die von außen aussieht wie eine flache Bohne. Je nach Wirbelsäulenabschnitt verändert sich die Form der Bandscheibe. Die Bandscheiben machen etwa 25% der Gesamtlänge der Wirbelsäule aus und bilden eine Knorpelhaft zwischen den Wirbeln.

Ernährung der Bandscheibe

Die Bandscheibe wird im Vergleich zum Muskel nicht vom Blutkreislauf versorgt, sondern durch ansaugen und abgeben von Flüssigkeit. Man kann sich die Bandscheibe wie einen Schwamm vorstellen, der bei Entlastung Flüssigkeit aufsaugt und bei Belastung diese wieder abgibt. Dadurch werden einerseits Stoffwechselabbauprodukte ausgeschwemmt und andererseits Nährstoffe zugeführt.

Was bedeutet Belastung/ Entlastung in der Bandscheibe?

Mit Belastung sind alle Bewegungen und Positionen gemeint, die durch Schwerkraft oder Muskelspannung Druck auf das System bringen. Also zum Beispiel Sitzen, Stehen, Gehen und Laufen bis hin zu Kräftigungsübungen wie z.B. Sit-Ups. Belastung ist in diesem Fall etwas absolut Positives, solange sie abwechslungsreich ist. Entlastung bezieht sich auf Ruhepositionen, wie zum Beispiel nachts beim Schlafen. Doch auch während der Bewegung kann innerhalb der Bandscheibe Belastung und Entlastung gleichzeitig bestehen. Am Beispiel des Beckenkippens kann man erkennen, dass einmal mehr Druck im vorderen Bereich der Bandscheibe ist und einmal mehr Druck im Hinteren. Je länger man in der gleichen Position bleibt, desto weniger Flüssigkeitsaustausch findet statt. Auch das gerade Sitzen ist für einen längeren Zeitraum daher nicht gesünder als irgendeine andere Sitzposition.

Movement is the song of the body.

Vanda Scaravelli

 

Auf keinem Stuhl der Welt kann man acht Stunden pro Tag sitzen, ohne auf lange Sicht Probleme davon zu bekommen. Deswegen empfehle ich euch, eure Schreibtischroutine so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, damit der Körper immer wieder neue Reize bekommt. Hier findet ihr ein paar Übungen dazu!

Eine tolle und innovative Möglichkeit, Dynamik in den Alltag zu bringen, ist der ERGO Hocker, der nicht umsonst liebevoll „ das Sitzmobil“ genannt wird. Durch die Ergo TOP Technologie sitzt man flexibel wie auf einem Ball, während gleichzeitig durch die komfortable Sitzfläche für Stabilität gesorgt wird. Durch die bewegliche Basis werden kleinen Druckveränderungen Raum gegeben und damit eine dynamische Form des Sitzens geschaffen.

Das, was man als Kind früher nie durfte, nämlich “Sessel hutschen”, fördert der ERGO und bringt die Wirbelsäule dazu, sich ständig neu auszurichten. So hat man die Möglichkeit seine individuelle Wohlfühl-Sitzposition zu finden und jederzeit zu verändern. Mein Körperbau ist besser bekannt als Sitzriese, was bedeutet, dass ich einen relativ langen Oberkörper und ziemlich kurze Beine habe. Auch auf diese anatomischen Unterschiede geht das Konzept mit einer stufenlosen Höhenverstellung wunderbar ein.

Dadurch, dass quasi mein Wohnzimmer mein Büro ist, ist es mir außerdem wichtig, dass beim Design auch für die nötige Ästhetik und Eleganz gesorgt wird. Deswegen finde ich es auch besonders schön, dass es den ERGO in unterschiedlichsten Ausführungen gibt. Angefangen von verschiedenen Fußteilelementen aus Holz oder Alumium, bis zu verschiedensten Sitzbezügen. Von gemütlich-wohnlich bis clean-modern ist alles dabei.

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